GBU Psyche without a system? Why doing it yourself is expensive, risky and legally dangerous

Tim Kleber
Nov 2025

Warum viele Unternehmen die GBU Psyche völlig unterschätzen

🧠 TL;DR
Die interne Umsetzung der GBU Psyche verursacht jährlich über 250 Stunden Aufwand und 34.000 € Kosten pro 100 Mitarbeitende – allein für Maßnahmen, Fortschreibung und Kommunikation.
mentalport reduziert diesen Aufwand auf 2 Minuten pro Woche und übernimmt den gesamten gesetzlich geforderten GDA-Zyklus. Unternehmen sichern damit nicht nur ihre Rechtssicherheit, sondern erschließen das einzige strategische Steuerungstool für betriebliche Gesundheit – und sparen jährlich Zehntausende Euro an indirekten Folgekosten.

Für viele hört sich die GBU Psyche an wie ein bürokratischer Pflichtakt – ein kurzer Fragebogen, ein wenig Dokumentation, fertig. Die Wahrheit sieht anders aus: Es handelt sich um einen gesetzlich normierten Steuerungszyklus, der systematische Analysen, Datenschutz, interdisziplinäre Abstimmung und Wirksamkeitsnachweise verlangt.

Die GDA-Leitlinie spricht von sieben entscheidenden Prozessschritten – von der Abgrenzung der Arbeitsbereiche bis zur fortlaufenden Wirksamkeitsprüfung. Doch in der Praxis bedeutet das eine immense Koordinationsleistung mit HR, Fachkraft für Arbeitssicherheit, BGM, Datenschutz, Betriebsrat und Linienführung – und zwar weit über ein simples Formular hinaus.

Viele Unternehmen starten mit guter Absicht, brechen aber davor zurück. Die Gründe: fehlende Klarheit über den tatsächlichen Umfang, personelle Engpässe, operative Zielkonflikte. Dabei bietet die GBU Psyche enormes Potenzial: Wer sie strategisch denkt und professionell umsetzt, kann nicht nur rechtssicher handeln, sondern auch die Resilienz und Leistungskultur des Unternehmens stärken.

Der GDA-Prozess – und warum nur der vollständige Ablauf Rechtssicherheit schafft

Der Prozess zur GBU Psyche basiert auf den GDA-Vorgaben – für viele Unternehmen ein Wendepunkt, weil hier die Komplexität erstmals konkret wird. Jeder der sechs Schritte bedeutet nicht nur redaktionelle Arbeit, sondern echtes Projektmanagement.

Die Abgrenzung der Arbeitsbereiche erfordert eine detaillierte Analyse der Aufbau- und Ablauforganisation. Tätigkeitsprofile müssen in belastungshomogene Gruppen überführt werden, was neben Personalabteilung auch Führungskräfte involviert – allein dieser Schritt bindet oft mehrere Tage Ressourcen.

Bei der Erhebung psychischer Belastungen wird häufig ein standardisierter Fragebogen eingesetzt. Doch dieser bietet lediglich ein neutrales Lagebild – ohne Kontext, ohne Bewertung. Um aus diesen Informationen konkrete Gefährdungen abzuleiten, braucht es eine mehrdimensionale Auswertung:

  • Einbezug individueller Leistungsvoraussetzungen,
  • Abgleich mit arbeitspsychologischen Schwellenwerten,
  • Nutzung von Branchenvergleichsdaten,
  • moderierte Gruppenformate wie Workshops oder vertiefende Interviews.

Diese Formate sind keine bloße Ergänzung – sie sind Voraussetzung für ein rechtskonformes und fachlich valides Vorgehen. Nur durch den Einsatz solcher vertiefender Verfahren gelingt es, aus den neutralen Befundlagen echte Gefährdungsbeurteilungen abzuleiten – wie es § 5 ArbSchG und der GDA-Prüfrahmen fordern. Das bedeutet: Wer auf sie verzichtet, riskiert nicht nur falsche Schlussfolgerungen, sondern auch den Verlust der Rechtssicherheit. Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung solcher Workshops ist aufwendig, insbesondere wenn mehrere Teams oder Standorte involviert sind.

Auch die Auswertung und Beurteilung der Ergebnisse ist komplex: Belastungsschwerpunkte müssen klassifiziert, Maßnahmen priorisiert, Risiken dokumentiert und mit dem Betriebsrat abgestimmt werden. Dabei ist arbeitspsychologisches Know-how ebenso notwendig wie rechtliche und betriebliche Erfahrung.

Die Maßnahmenentwicklung selbst erfolgt nicht auf Knopfdruck. Es bedarf strukturierter Workshops, dokumentierter Konsensbildung, interner Ressourcenplanung und Zeitfenstern in der operativen Umsetzung. Und diese Phase – die häufig unterschätzt wird – ist der zentrale Hebel für Wirksamkeit und Nachhaltigkeit.

Die Umsetzung der Maßnahmen bedeutet operative Projektarbeit. Führungskräfte müssen einbezogen, neue Arbeitsformen eingeführt, Kommunikationsformate aufgebaut und Fortschritte dokumentiert werden. Das bindet Personalressourcen, die im regulären Tagesgeschäft oft nicht verfügbar sind.

Und schließlich folgt die Wirksamkeitskontrolle: Neue Befragungen, erneute Gruppendiskussionen, Vergleichsanalysen, Ergebnispräsentationen – inklusive Folgeanpassungen. Ein erneuter Prozesslauf, der erneut Zeit, Aufmerksamkeit und Fachlichkeit erfordert.

In Summe ergibt sich ein interner Aufwand von mindestens 250 Stunden pro 100 Mitarbeitende – je nach Organisationsstruktur, Anzahl der Standorte und Umfang der Belastungen oft deutlich mehr. Nur wer diesen Prozess vollständig und regelkonform umsetzt, erfüllt die Anforderungen nach § 5 ArbSchG und den Prüfrahmen der GDA.

Abgekürzte Verfahren, reine Fragebogenlösungen ohne belastbare Analyse und wirksame Maßnahmen gelten nicht als rechtskonform – das zeigen u. a. die Auswertungen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) sowie Urteile aus der Arbeitsgerichtsbarkeit (z. B. ArbG Berlin, 27.11.2018 – 34 Ca 4654/18). Wer den Prozess lückenhaft durchführt, riskiert nicht nur aufsichtsrechtliche Beanstandungen, sondern auch den Verlust des Schutzes vor Haftungsansprüchen.

Fazit: Der vollständige GDA-Prozess ist keine akademische Übung – er ist die einzige Möglichkeit, rechtssicher, wirksam und strategisch zu handeln. Alles andere ist bestenfalls wohlmeinend, in der Wirkung aber: rechtlich angreifbar und wirtschaftlich ineffizient.

Was dieser Aufwand in Euro bedeutet – und wo die echten Kosten entstehen

Für viele Unternehmen beginnt die Auseinandersetzung mit der GBU Psyche bei der Befragung – und endet dort auch wieder. Doch wer den gesetzlichen Anforderungen entsprechen will, muss weit darüber hinausdenken. Die wahren Aufwände entstehen nicht in der Analysephase, sondern im Anschluss: bei der Maßnahmenumsetzung, Dokumentation, Integration und Fortschreibung.

Allein die Durchführung des Gesamtprozesses bindet laut Praxisdaten durchschnittlich über 250 Stunden pro 100 Mitarbeitende – das entspricht einem internen Personalaufwand von 25.000 € pro Jahr (bei durchschnittlich 100 €/h für Projektbeteiligte aus HR, Arbeitssicherheit und Führung).

Doch der entscheidende Kostenblock liegt nach der Analyse:

  • Maßnahmen müssen entwickelt, priorisiert und abgestimmt werden
  • Workshops und Kommunikationsformate sind zu planen, moderieren und dokumentieren
  • Führungskräfte und Mitarbeitende müssen geschult werden
  • Externe Formate (z. B. Coachings, Teamtrainings) sind zu beauftragen und zu evaluieren
  • Ergebnisse müssen fortgeschrieben und dokumentiert werden, inklusive Anpassungen bei Rollen- oder Personalwechsel

Diese Folgeprozesse machen laut interner Erhebungen und Rückmeldungen aus dem Mentalport-Kundennetzwerk über 80 % des Gesamtaufwands aus.

Für externe Maßnahmen fallen häufig mindestens 9.000 € pro 100 Mitarbeitende an – z. B. durch beauftragte Trainer:innen, Moderation oder Workshops. Diese Kosten entstehen abteilungsübergreifend, oft unkoordiniert, und sind schwer planbar.

Hinzu kommt die Pflicht zur fortlaufenden Aktualisierung: Neue Mitarbeitende müssen in die Prozesse integriert werden. Hierfür braucht es Nachläufe, angepasste Assessments, neue Maßnahmenlogiken und Zugänge zum bestehenden System. Auch dies verursacht zusätzliche Aufwände – meist stillschweigend im HR oder BGM abgebildet.

In Summe entstehen durch die interne Umsetzung realistische Gesamtkosten von rund 34.000 € pro 100 Mitarbeitende pro Jahr. Diese Zahl basiert auf kombinierten Erfahrungswerten aus DGUV-Publikationen, wissenschaftlichen Modellen und mentalport-internen Auswertungen.

Im nächsten Kapitel zeigen wir, wie Unternehmen diesen Aufwand strukturiert abgeben können – bei voller Rechtskonformität, planbaren Kosten und messbarem Impact. und gleichzeitig bessere Ergebnisse erzielen – mit klarer Entlastung für HR, Geschäftsführung und Betriebsrat.
und gleichzeitig bessere Ergebnisse erzielen – mit klarer Entlastung für HR, Geschäftsführung und Betriebsrat.

Wie mentalport Unternehmen entlastet – und gleichzeitig bessere Ergebnisse erzielt

Für Unternehmen, die die GBU Psyche intern stemmen wollen, sind die Anforderungen gewaltig: ein komplexer Steuerungsprozess, über 250 Stunden Personalaufwand, Koordination mit mehreren Stakeholdern und stetige Fortschreibung. Genau hier setzt mentalport an – mit einem System, das nicht nur entlastet, sondern die GBU erstmals als strategisches Führungsinstrument verfügbar macht.

mentalport automatisiert die operativ aufwendigen Phasen der GBU Psyche vollständig und überführt den gesetzlichen Pflichtprozess in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess mit klar messbarem ROI. Die Ergebnisse sprechen für sich: Unternehmen sparen mit mentalport im Schnitt rund 34.000 € pro 100 Mitarbeitende jährlich allein durch die automatisierte Durchführung und Dokumentation des Prozesses – noch ohne Berücksichtigung der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgeeffekte – bei gleichzeitiger Steigerung der Wirksamkeit, Compliance und Akzeptanz.

Die Rücklaufquote liegt im Schnitt bei 87 % – im Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen mit teils nur 26 %. Mitarbeitende verbringen durchschnittlich nur neun Minuten pro Woche in der App – nicht mehr als eine Kaffeepause. Das widerlegt die Sorge, dass Mitarbeitende durch das Angebot abdriften oder den ganzen Tag in Reflexion verharren.. Der Grund: Ein minimalinvasiver, alltagstauglicher Coaching-Ansatz, der kein zusätzliches To-do erzeugt, sondern sich nahtlos in den Arbeitsalltag integriert.

Die Erhebung selbst dauert gerade einmal 15 Minuten – im Gegensatz zu ganztägigen Workshops, die den Betrieb spürbar belasten. Noch entscheidender ist: Die ASM, also die arbeitsbezogenen Schutzmaßnahmen, werden vollständig übernommen – inklusive automatischer Ableitung, Umsetzung, interner Kommunikation, Fortschreibung und Wirksamkeitsanalyse. Dies reduziert den organisatorischen Aufwand für Maßnahmen nachweislich um 50 bis 70 % gegenüber herkömmlichen Verfahren. Rückfallpläne sichern zusätzlich die Nachhaltigkeit der Effekte.

Der gesamte manuelle Aufwand für die Fortschreibung, Feedbackschleifen, Kommunikation und Berichtslegung wird auf zwei Minuten pro Woche und 100 Mitarbeitende reduziert. Gleichzeitig garantiert mentalport die dauerhafte Rechtssicherheit, auch bei Rollenwechseln oder Neueintritten – inklusive ESG-konformer Auswertungen, revisionssicherer GDA-Dokumentation und automatischer Updates der Maßnahmenlogik.

Ohne mentalport entsteht insbesondere in der Umsetzungs- und Nachbetreuungsphase ein erheblicher Zusatzaufwand: über 30 Stunden pro 100 Mitarbeitende allein für Maßnahmensteuerung, Fortschreibung, interne Kommunikation und Wirksamkeitsprüfung. This time is lacking in HR, BGM or management — and in reality can hardly be represented in a structured and legally compliant manner.

Through this combination of automation, work psychology and strategic controllability, the GBU Psyche is developing from a mandatory operational topic into a measurable management tool. The result: psychological safety increases, fluctuation falls, continued payment costs are reduced — and the company becomes more resilient.

Anyone who works with mentalport no longer manages the GBU — they manage their organization in a future-proof and legally secure way at the same time.

Why “doing it yourself” is becoming a strategic dead end

Many companies start GBU Psyche with the best of intentions — they want to implement it themselves. But after the survey at the latest, it becomes clear that there is a lack of structure, resources and methodological depth to implement the process in accordance with the law, effectively and permanently. Because the GBU is not a questionnaire — it is a legally defined management process with high complexity and permanent responsibility.

Internal implementation fails not because of will, but because of the framework conditions: There is no clear process manager, no in-house occupational psychology expertise, no system for updating. Managers are overwhelmed with the derivation of measures, HR cannot provide complete documentation, and evaluation is usually neglected for reasons of resources. What remains is an interim result — but not a legally compliant GBU.

Three key problems prevent internal implementation from being effective:

  1. No real anonymity: Employees are reluctant to answer honestly when HR or managers support the process.
  2. Lack of occupational psychology competence: Loads cannot be correctly interpreted or condensed into hazards.
  3. No resources to implement and update: Measures persist in planning, evaluation and communication are absent.

The result: 250 hours of effort and 34,000€ annual follow-up costs per 100 employees — for results with no effect.

In a direct comparison, it becomes clear how unsustainable internal implementation is:

Comparison of internal implementation versus mentalport

In total, mentalport saves an average of 34,000€ per year and 100 employees — through automation and process logic alone.

What legislators actually aim for with the GBU Psyche is often overlooked: It is not an annoying compulsory exercise for the drawer, but the central control tool for identifying, systematically reducing and managing health risks in companies. As well as the ISO 45003 pretends. And so the to sustainably reduce operational burdens due to medical costs. The underlying intention is clear: The state must relieve social security systems — and therefore gives companies more responsibility.

That is exactly why the GBU Psyche is not a medical instrument, but an organizational psychological management process. If you implement it correctly, you create the conditions for a healthy, resilient and economically stable organization. McKinsey referred to in his global outlook On the job market exactly this Organizational health as the most important competitive factor of the future. It determines whether companies assert themselves in change — or are lost in high absenteeism, fluctuation and demographic effects.

GBU Psyche is therefore the only legally enshrined process with which companies can strategically manage their occupational health. Those who take it seriously and use it wisely not only ensure compliance but also economic survival in a volatile labor market environment.

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About the drafters

Tim Kleber

Tim Kleber is CEO and co-founder of mentalport. As a mechanical engineer, business psychologist and data scientist, he combines technical precision with psychological expertise. His specialization: psychological risk assessment (GBU Psyche) in accordance with §5 ArbSchG and ISO 45003-compliant implementation in companies. After his own auditor experience in occupational safety, he and the mentalports team developed anonymous infrastructure for mental wellbeing management - today used by over 50 companies to reduce psychologically related downtime and active wellbeing management.

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