Nahaufnahme eines Mannes in einem dunkelgrauen T-Shirt vor einem schlichten weißen Hintergrund. Er hält sich mit beiden Händen fest die Ohren zu, hat die Augen zusammengekniffen und den Mund weit zu einem Schrei geöffnet. Die Szene drückt starken Stress, Ü

Panikattacken am Arbeitsplatz bewältigen – Strategien für mehr Wohlbefinden

Christine Bolten
Jan 2024

Panikattacken können unvorhersehbar und überwältigend sein, besonders wenn sie am Arbeitsplatz auftreten. Die Auswirkungen können nicht nur das individuelle Wohlbefinden, sondern auch die berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. In diesem Artikel erfährst Du evidenzbasierte Strategien, wie Du Panikattacken erkennen kannst und welche Maßnahmen sowohl kurzfristig als auch langfristig zur Bewältigung beitragen.

1. Erkennen von Anzeichen:

Panikattacken äußern sich durch intensive Angstgefühle, begleitet von körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Schweißausbrüchen und Atemnot. Wichtig ist es, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen, um gezielt handeln zu können.

2. Atemtechniken und Entspannung:

Beherrsche einfache Atemtechniken, wie zum Beispiel tiefes Bauchatmen. Diese können helfen, den Körper zu beruhigen und die Symptome einer Panikattacke zu mildern. Entspannungsübungen, wie progressive Muskelentspannung, können ebenfalls effektiv sein.

3. Achtsamkeit und Meditation:

Die Praxis von Achtsamkeit und Meditation trägt dazu bei, den Geist zu beruhigen und das Bewusstsein auf den gegenwärtigen Moment zu lenken. Dies kann helfen, Panikattacken vorzubeugen und den Umgang mit Stresssituationen zu verbessern.

4. Beratung und Therapie:

Suche professionelle Hilfe, wenn Panikattacken regelmäßig auftreten. Ein erfahrener Therapeut kann unterstützen, die zugrundeliegenden Ursachen zu identifizieren und geeignete Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

5. Kommunikation am Arbeitsplatz:

Teile Deinen Vorgesetzten und Kollegen mit, wenn Du von Panikattacken betroffen bist. Offene Kommunikation schafft Verständnis und ermöglicht möglicherweise angepasste Arbeitsbedingungen.

6. Arbeitsumgebung anpassen:

Gestalte Deinen Arbeitsplatz so, dass er förderlich für Dein Wohlbefinden ist. Dies kann eine angemessene Belüftung, Pausenzeiten und die Integration von entspannenden Elementen in den Arbeitsalltag beinhalten.

7. Notfallplan erstellen:

Entwickle einen persönlichen Notfallplan für den Umgang mit Panikattacken. Dieser kann Schritte enthalten, die Du bei Auftreten einer Attacke befolgen kannst, sowie Kontaktdaten von Personen, die in solchen Situationen informiert werden sollen.

8. Selbstfürsorge priorisieren:

Setze klare Grenzen bei der Arbeit und gönne Dir regelmäßige Pausen. Achte auf ausreichenden Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität, um Deine mentale Gesundheit zu stärken.

Der Umgang mit Panikattacken erfordert Zeit, Selbstreflexion und oft professionelle Unterstützung. Indem Du diese Strategien in Deinen Alltag integrierst, kannst Du aktiv dazu beitragen, die Auswirkungen von Panikattacken zu minimieren und ein gesundes Gleichgewicht am Arbeitsplatz zu fördern. Bei anhaltenden Schwierigkeiten ist die Konsultation eines Gesundheitsdienstleisters empfehlenswert.

Foto von Usman Yousaf auf Unsplash

Über den Verfassenden

Christine Bolten

Christine Bolten ist Psychologin, systemischer Coach und Head of Coaching bei mentalport. Mit über 10 Jahren Erfahrung in psychologischer Beratung und Coaching-Supervision verantwortet sie die fachliche Qualitätssicherung aller mentalport-Coaching-Module und die Ausbildung des Coach-Pools. Ihre Expertise umfasst systemisches Coaching, psychologische Diagnostik, Burnout-Prävention und die Entwicklung evidenzbasierter Interventionen für betriebliches Mental Wellbeing. Sie begleitet Führungskräfte und HR-Teams bei der strategischen Integration psychologisch fundierter Gesundheitsmaßnahmen.

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